Rand und Band
Montag, 12. Oktober 2020

Ceterum censeo: Abschnallen!


Stau, Stau, Stau auf der A dingsbums

Kann der Zweck die Mittel heiligen?

Auf keinen Fall, aber die Wahl der Mittel ist ein Luxus, der allein den Privilegierten vorbehalten ist.

(aus dem Film Die Axt von Costa-Gavras, Frankreich 2005)

Es gibt also welche, die anderen die Wohnung wegnehmen, nicht einmal um selber darin zu wohnen, sondern um sie wieder anderen zur Verfügung zu stellen, die aber auch nicht darin wohnen werden, sondern sie vermieten, wie man sagt, also ohne großes Zutun viel Geld dafür verlangen, mit dem sie sich schöne teure Sachen kaufen können. Muss man erst mal drauf kommen.

Die, die rausgeschmissen wurden, sind dafür obdachlos geworden, zum Teil. Die Rausschmeißer tun das im Auftrag einer abstrakten Mehrheit, Gesellschaft genannt, die das gutheißen soll. Ein bisschen mulmig ist manchen aber schon dabei, denn sie ahnen, sie könnten früher oder später auch dran sein. Also veröffentlichen die Rausschmeißer Bilder von den Wohnungen und betiteln sie mit „Drecksloch“. Das soll vermutlich die politische Akzeptanz der Aktion erhöhen und besonders die bestätigen, die zur verordneten Ausbeutung eine besenreine Kammer erwarten. Das ist doch das mindeste!

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